Wie erhält man Ergotherapie?

 

 

Ergotherapie wird vom Hausarzt oder Facharzt verordnet. Ergotherapeuten führen die ambulante Therapie in der Regel in den eigenen Praxisräumen durch. Die Behandlungen dauern üblicherweise jeweils 45 Minuten und werden in wöchentlichen Abständen durchgeführt. Wenn möglich und erforderlich, kommen Ergotherapeuten auch ins Haus des Patienten.

Richtige Diagnose – effektive Therapie?

Gerade weil jeder Mensch ganz unterschiedliche Dispositionen mitbringt und in einem spezifischen Geflecht sozialer Beziehungen und Bezugspersonen aufwächst und lebt, müssen Auffälligkeiten und Störungen immer in diesem größeren Zusammenhang gesehen werden. Für die ergotherapeutische Befunderhebung und Diagnostik, insbesondere bei Kindern, bedeutet dies, dass jeder Einzelfall vor dem Hintergrund neurophysiologischer, anatomisch-funktioneller, psychosozialer, entwicklungspsychologischer und lerntheoretischer Erkenntnisse beurteilt wird. Das Ziel ist, den Reifegrad und die Qualität der einzelnen Entwicklungsbereiche sowie deren Beziehungen untereinander festzustellen.
Neben gezielten Anamnesegesprächen und freier Beobachtung legen wir bei ergo nord besonderen Wert auf eine videogestützte Diagnostik, die Kinder und deren Eltern gleichermaßen einbezieht. Die Videoarbeit gibt wertvolle Hinweise auf das Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie und unterstützt eine strukturierte Beobachtung von Bewegungsabläufen des Kindes im freien Spiel und bei gestellten Aufgaben. So werden Lernstrategien sowie der Grad von Konzentration und Aufmerksamkeit sichtbar gemacht.
Hinzu kommen, je nach Einzelfall, verschiedene standardisierte Tests zu den Bereichen Intelligenz, visuelle und auditive Wahrnehmung, Motorik sowie Schul- und Vorschultestverfahren, um die Wahl des richtigen Therapieansatzes zuverlässig zu ermitteln.